Deutscher Kältepreis 2018: Bundesumweltminiterium startet Wettbewerb

In Deutschland werden 50 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr durch Kältetechnik verursacht.  Der Deutsche Kältepreis bringt klimafreundliche Alternativen voran. 

Eisblumen(c) iStock/Viorika

Die mehr als 120 Millionen Kälte- und Klimaanlagen verursachen deutschlandweit knapp 50 Millionen Tonnen CO2- äquivalente Emissionen Jahr für Jahr. Das entspricht rund 30 Prozent der Emissionen des gesamten Straßenverkehrs. Um klimafreundliche Entwicklungen in diesem Bereich zu honorieren und zu fördern, verleiht das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative den Deutschen Kältepreis 2018. Die Auszeichnung richtet sich an Unternehmen und Einzelpersonen, die innovative Lösungen für die Kältetechnik entwickeln und umsetzen. Das Wettbewerbsbüro ist auch in diesem Jahr wieder bei co2online eingerichtet.  Der Kältepreis ist mit 52.500 Euro dotiert und wird 2018 zum sechsten Mal vergeben. Bis zum 31. Januar 2018 können Bewerbungen für den Wettbewerb eingereicht werden.

Gut fürs Klima, gut für die Wirtschaft

In Deutschland werden rund 16 Prozent der gesamten elektrischen Energie durch die Nutzung von Kälte- und Klimaanlagen verbraucht. Von effizienter und sparsamer Kältetechnik profitieren neben der Umwelt vor allem die Unternehmen selbst: Bis zu 35 Prozent Energieeinsparung und entsprechende Kostensenkungen sind durch den Einsatz effizienter Komponenten und Systeme möglich. In einigen Betrieben konnte sogar bis zu 75 Prozent der Energie eingespart werden. Die Technologieentwicklung zu fördern und damit das Klima zu schützen und die Wirtschaft zu stärken, ist Anliegen des Deutschen Kältepreises.

Bewerbungen um den Kältepreis sind in den folgenden drei Kategorien möglich:

  1. Kälte- oder klimatechnische Innovationen
  2. Energieeffiziente Kälte- und Klimaanlagen mit indirekter Kühlung
  3. Intelligentes Monitoring von Kälte- und Klimaanlagen

Das Bundesumweltministerium vergibt pro Kategorie 10.000, 5.000 und 2.500 Euro Preisgeld. Die Gelder müssen wiederum in Klimaschutzprojekte investiert werden, sodass weitere Treibhausgasemissionen vermieden werden können. Weitere Informationen zum Deutschen Kältepreis und die Möglichkeit, Bewerbungen einzureichen, sind ab sofort unter klimaschutz.de zu finden. Die Gewinner gibt das Bundesumweltministerium im Mai 2018 im Rahmen der Berliner Energietage bekannt.