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Praxistest: Programmierbare Thermostate

Die Programmierung per USB-Stick macht den Unterschied

Jonas Sirvend aus Greifenstein bewohnt mit einem 2 Personen-Haushalt eine Mietwohnung in einem 2 Familien-Haus. Die sechs genutzten Heizkörper für 120 Quadratmeter sind an eine Zentralheizung mit Flüssiggas angeschlossen. Getestet wurde Sparmatik Zero von lekker Energie.

Jonas Sirvend aus Greifenstein testet die Sparmatic Zero von lekker Energie

Nach aufmerksamem Durchlesen der Anleitung begann ich mit der Installation der programmierbaren Thermostate. Die Anleitung ist ausführlich und gut strukturiert, so dass man schnell den nötigen Überblick gewinnt.

An Werkzeug benötigt man lediglich einen Schraubendreher und ggf. eine Wasserpumpenzange, um die alten Thermostate zu demontieren. Die Installation der programmierbaren Thermostate ist, je nach Adapter, ganz ohne Werkzeug möglich.

Das Thermostat schaltet sich nach dem Einlegen der Batterien von alleine ein und schaltet automatisch in das erste Menü. Dort muss man das aktuelle Datum und die Uhrzeit einstellen. Das ist sehr einfach über die „Plus“- und „Minus“- Tasten des Gerätes möglich.

Jetzt demontiert man das alte Thermostat. Liegt das Ventil frei, schaut man ob und welcher Adapter benötigt wird. Man wählt den richtigen Adapter aus und setzt das Thermostat auf das Ventil und schraubt es mit der Spannmutter an. Dabei darf man nicht fester als handfest anziehen. Sonst können sich die Überwurfmutter oder der Adapter lösen.

Nun muss das Gerät adaptiert werden. Dieser Schritt ist notwendig, damit das Thermostat die Endstellungen des Heizkörperventils richtig regeln kann. Zum Adaptieren hält man die „Heizzeit/Sparzeit“ -Taste gedrückt, bis „ADAP“ im Display erscheint. Das Gerät justiert sich auf das Heizkörperventil.

Nach kurzer Zeit ist das Gerät fertig adaptiert und schaltet in den Regelmodus. In dem einfachen Regelmodus regelt das Thermostat die Temperatur auf den im Display gezeigten Wert, ohne Heiz- und Sparzeiten zu berücksichtigen.







Jonas Sirvend: Thermostate im Test

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Jonas Sirvend aus Greifenstein bewohnt mit einem 2 Personen-Haushalt eine Mietwohnung in einem 2 Familien-Haus. Die sechs genutzten Heizkörper für 120 Quadratmeter sind an eine Zentralheizung mit Flüssiggas angeschlossen. Getestet wurde Sparmatik Zero von lekker Energie.

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Fazit zur Montage

Die Installation der programmierbaren Thermostaten ist äußert einfach und ohne jegliche Vorkenntnisse durchzuführen. In der Anleitung wird der Installationsvorgang gut beschrieben, so dass er einfach nachvollziehbar ist. Lediglich zur Auswahl des richtigen Adapters muss man etwas experimentieren. Hat man aber den richtigen Adapter ausgewählt, ist es kein Problem das Thermostat fertig zu installieren.

Die Ausführung der Thermostate ist insgesamt sehr robust und übersichtlich. Man findet sich schnell zurecht. Lediglich der Anschluss an den Heizkörper könnte etwas stabiler ausgeführt sein. Dreht man die Überwurfmutter etwas zu fest an, springt sie über und das Thermostat ist wieder lose. Weiterhin sind nicht alle Adapter sehr stabil. Der von mir verwendete Adapter zum Anschluss auf ein Danfoss RAVL-Ventil ist nicht sehr stabil und man muss etwas probieren, bis das Gewinde der Überwurfmutter richtig greift. Hat man das Thermostat dann festgeschraubt, ist der Sitz etwas wackelig, aber haltbar. Das Thermostat würde nicht bei der ersten Berührung abfallen.   Würden aber Kinder daran rütteln, könnte ich mir vorstellen, dass das Thermostat vom Ventil rutscht. Bei Montage ohne Adapter ist der Halt der Thermostate sehr gut, da sehe ich keine Probleme. Zu den anderen Adaptern kann ich leider keine Aussage treffen, da ich keinen entsprechenden Heizkörper zur Verfügung habe, um diese zu testen.


Insgesamt bin ich mit der Montage und der Handhabbarkeit der Thermostate sehr zufrieden. Ich bewerte die Thermostate in diesem Punkt auf einer Skala von 1 bis 10 (sehr schlecht bis sehr gut) mit 8 Punkten. Den geringen Abzug gibt es wegen dem beschriebenen Sachverhalt mit den Adaptern.

Programmierung ohne USB-Stick

Die Programmierung der Heiz- und Sparzeiten ist direkt am Thermostat möglich. Dazu wählt man über die „Prog.“-Taste den Programmiermodus aus. Dort kann man nun die einzelnen Wochentage programmieren, oder ganze Tagesblöcke auswählen (z. B. Mo.-Fr.; Mo.-So. etc.). Ist diese Auswahl getroffen, wählt man die Start-Uhrzeit der ersten Heizperiode für den eingestellten Tag oder Tagesblock aus und bestätigt diese. Im nächsten Feld wird nun die Startzeit der ersten Sparperiode abgefragt. Diese ist gleichzeitig die Endzeit der Heizperiode. In diesem Rhythmus programmiert man nun alle gewünschten Spar- und Heizzeiten. Mit der Auto/Manu-Taste bestätigt man die Eingaben und verlässt das Menü.

Die jeweiligen Temperaturen für die Spar- und Heizzeiten stellt man dabei nicht ein. Diese werden übergeordnet über die „Spar-/ Heiz“-Taste angewählt und mit „Plus“ und „Minus“ auf die gewünschten Temperaturen eingestellt.

Fazit: Die Programmierung des Thermostats ist unkompliziert und einfach durchzuführen. Sie ist jedoch etwas mühselig, wenn man mehrere Spar- und Heizzeiten einprogrammieren möchte. Möchte man dabei für jeden Wochentag unterschiedliche Zeiten wahrnehmen, wird es schnell unübersichtlich. Eine sehr gute Alternative für die Programmierung bietet der optional erhältliche USB-Stick für die Programmierung mit PC.

Die Programmierung ohne Stick erhält von mir eine Bewertung mit 6 Punkten. Die Programmierung funktioniert zwar sehr einfach und ist gut durchzuführen. Den Abzug gibt es für den hohen Aufwand, wenn man mehrere Heiz- und Sparzeiten programmieren möchte. Ist das bei mehreren Thermostaten der Fall, verliert man schnell die Lust und den Überblick.

Programmierung per USB-Stick: 10 von möglichen 10 Punkten

Programmierung mit USB-Stick

Für die Programmierung der Thermostate ist optional ein USB-Stick erhältlich. Mit diesem kann man die gewünschte Programmierung des Thermostates am PC vornehmen und einfach auf die jeweiligen Thermostate überspielen.

Zur Programmierung wird der Stick einfach über einen freien USB-Port an den PC angeschlossen und man startet das Programm „PROGmatic“. In dem Programm gibt es  die Möglichkeit bis zu 10 verschieden Heizprofile zu programmieren. Es stehen im Programm alle Programmieroptionen zur Verfügung, die die manuelle Programmierung auch bietet.

Der Bedienkomfort ist jedoch wesentlich höher und man kommt sehr schnell mit der Programmierung voran. Man kann die Komfort- und Spartemperaturen, sowie das evtl. notwendige Temperatur-Offset einfach einstellen. Man hat die Möglichkeit, die Programmierung tageweise oder blockweise vorzunehmen. Die Heiz- und Sparzeiten lassen sich in kürzester Zeit mit der Maus auf dem Zeitbalken präzise einstellen. Alles in allem eine sehr einfache und übersichtliche Bedienung.

Die Übertragung der erstellten Programme auf die Thermostate ist ebenfalls sehr einfach. Man schließt den Programmstick an das Thermostat an. Die Anzeige stellt nun alle gespeicherten Programme zur Verfügung. Über „Plus“ und „Minus“ wählt man das gewünschte Programm an und bestätigt mit der „Prog.“-Taste. Das Programm ist auf das Thermostat übertragen.

Fazit: Die Programmierung mit USB-Stick ist sehr einfach und komfortabel. Man spart viel Zeit beim Programmieren der Thermostate. Sind zum Beispiel in einem Raum mehrere Heizkörper mit gleichem Heizprofil, oder man möchte in verschiedenen Räumen das gleiche Heizprofil nutzen, braucht man die Programmierung nur einmal vorzunehmen. Dieses Programm kann man dann so oft man es möchte auf verschiedene Thermostate übertragen.

Würde man den gleichen Vorgang über die manuelle Programmierung durchführen, wäre man sehr lange beschäftigt. Durch die Fülle an verfügbaren Speicherplätzen hat man viel Spielraum bei der Gestaltung der Heizzeiten. Die Programme können sehr einfach geändert werden, um sie den Bedürfnissen besser anzupassen. So kann man z. B. sehr einfach die Programmierung auf den Arbeitsrhythmus für Schichtdienst anpassen. Dafür muss man die Programmierung nicht aufwendig  ändern. Man überträgt einfach das gewünschte Programm auf das Thermostat. Bei erneuter Schichtänderung  steht das „alte“ Programm wieder zur Verfügung. Bei der manuellen Programmierung müsste man jedes Mal die Programmierung von Neuem durchführen.

Die Verwendung eines Programmier-Sticks empfehle ich daher sehr. Somit lässt sich das Sparpotenzial der Thermostate wesentlich leichter voll ausschöpfen. Die Programmierung mit USB-Stick erhält von mir 10 Punkte.

Thermostate in Verwendung

Der Heizkomfort wird von mir in folgender Form definiert. Man hat immer die gewünschte „Wohlfühltemperatur“ in den bewohnten Räumen. Diese soll schnell zur Verfügung stehen, ohne lange Aufheizzeiten in Kauf nehmen zu müssen. Besonders wichtig für mich ist dabei, dass die Heizungen in Abwesenheit nicht unnötig durchheizen. Beides ist mit normalen mechanischen Thermostaten nicht erreichbar.

Mit den programmierbaren Thermostaten ist dieser Heizkomfort kein Problem mehr. Durch die Möglichkeit der Programmierung von mehreren Heiz- und Sparzeiten kann man die Heizzeiten der einzelnen Heizkörper sehr gut auf die persönlichen Bedürfnisse anpassen. So beginnt die Heizung z. B. 30 Minuten  vor Erreichen der Wohnung zu heizen und man kommt in eine vorgewärmte Wohnung, ohne Aufheizzeiten in Kauf nehmen zu müssen oder den Heizkörper unnötig den ganzen Tag zu betreiben.

Durch die selbstständige Temperaturregelung der Thermostate entfällt während des Heizens die Kontrolle der Raumtemperatur und das manuelle Nachregeln der Thermostate, um energieeffizient zu heizen. Das wird durch die programmierbaren Thermostate übernommen, was für mich den Heizkomfort weiter steigert.

Ein weiterer Vorteil der programmierbaren Thermostate ist die Lüftungsautomatik, d. h. die Thermostate erkennen einen raschen Temperaturabfall und schließen das Heizkörperventil automatisch. Nach 10 Minuten geht das Thermostat wieder in den Automatikmodus. Leider hat bei den von mir durchgeführten Tests zur Lüftungsautomatik diese nicht immer wie erwartet funktioniert.

Befindet sich das Thermostat in einer Heizzeit und das Heizungsventil ist geöffnet, weil die Raumtemperatur den gewünschten Wert noch nicht erreicht hat, schaltet das Thermostat beim Lüften wie gewünscht ab und schließt das Heizkörperventil. Dies ist leider nicht der Fall, wenn das Thermostat ohne Programm, aber trotzdem im Automatikmodus betrieben wird und die Raumtemperatur über dem eingestellten Wert des Thermostates liegt. Öffnet man in diesem Zustand das Fenster und die Temperatur im Raum sinkt, öffnet das Thermostat das Heizkörperventil und beginnt zu heizen.

Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit den programmierbaren Thermostaten und werde meine restlichen Heizkörper auch entsprechend umrüsten. Eine Empfehlung an Freunde und Bekannte habe und werde ich auch aussprechen. Ich benote die programmierbaren Thermostate wie im Test verwendet mit einer Gesamtnote von 9 Punkten.

Wünsche und Anregungen

Ich würde mir zusätzlich eine Anzeige über die Öffnungsweite des Heizkörperventils wünschen um die Funktion der Thermostate noch besser überwachen zu können. Eine Schnelltaste für das Ein- und Ausschalten der Thermostate wäre wünschenswert, sollte mal ein Fenster oder eine Tür länger geöffnet bleiben als 10 Minuten oder man möchte das Thermostat aus anderen Gründen abschalten, muss man nicht den manuellen Modus wählen und das Thermostat über die Minus-Taste ausschalten. Man könnte so je nach Bedarf das Thermostat schnell an- und ausschalten.

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