Sie sind Hausbesitzer und haben Zugang zu Ihrer Heizung? Dann sind die folgenden Tipps für Sie bares Geld wert:
FAQs Thermostate – Antworten auf die wichtigsten Fragen
Interview – Thomas Müller von „test” über programmierbare Thermostate
Praxisbeispiel – Familie O. aus Berlin hat 15 Prozent Heizenergie gespart – so hat das Energiesparkonto geholfen
1. Lassen Sie einen hydraulischen Abgleich vornehmen – die Ersparnisse sind im Vergleich zu anderen gering investiven Maßnahmen sehr hoch. Wie schnell sich die Investition lohnen kann, sehen Sie in unserer Beispielrechnung. Weitere Informationen zum hydraulischen Abgleich finden Sie im Interview mit Energieberater Peter Mellwig.
2. Dämmen Sie Ihre Heizungsrohre. Ist es in Ihrem Heizungskeller sehr warm? Vermutlich sind dann die Heizungs- und Warmwasserrohre ungedämmt und viel Wärme verpufft bereits im Keller bevor sie in Ihre Wohnräume gelangt. Mit passenden Schläuchen aus Schaumstoff und geeignetem Klebeband für die Nahtstellen lässt sich die Arbeit mit hohem Effekt leicht selbst bewerkstelligen. Material für das Isolieren von Rohrleitungen gibt es in jedem Baumarkt. Wenn Sie Besitzer eines Mietshauses sind, müssen Sie nach der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) isolieren – das gilt auch, wenn Sie Ihr Einfamilienhaus verkaufen wollen. Die dafür benötigten Materialien erhalten Sie jedoch meist nur im Fachhandel.
3. Bei der Warmwasserversorgung lohnt sich der Einsatz einer Warmwasser-Zirkulationspumpe nur, wenn die Zapfstellen, also die Wasserhähne bei denen warmes Wasser angefordert wird, mehr als 15 Meter Rohrlänge vom Warmwasserspeicher entfernt liegen.
4. Wenn Sie bereits eine Warmwasser-Zirkulationspumpe haben, sollten Sie diese nicht im Dauerbetrieb einsetzen. Sie können diese mit einer einfachen Zeitschaltuhr Ihrem Bedarf anpassen. Besser noch: Tipptaster an den Warmwasser-Zapfstellen anbringen, über die die Zirkulationspumpe bei Bedarf aktiviert wird.
5. Prüfen Sie eine Dämmung oder zusätzliche Dämmung Ihres Warmwasserspeichers. So verringern Sie Standverluste.
6. Mit einem Wärmemengenzähler im Heizkreis und im Zulauf des Warmwasserspeichers können Sie die Wärmeströme im Haus genau erfassen und bilanzieren. So haben Sie den Überblick: Sie können den Nutzungsgrad der Heizanlage ermitteln (moderne Geräte schaffen bis zu 95 Prozent) und, wenn nötig, die Effizienz der Heizanlage durch geeignete Maßnahmen erhöhen.
7. Wenn Erneuerungen anstehen: installieren Sie einen Brennwertkessel (ist für Erdgas, Heizöl, Holzpellets erhältlich). Der Brennwertkessel kann die angebotene Energie besser ausnutzen als normale Brennkessel – Gas wird beispielsweise um bis zu zehn Prozent besser genutzt, Öl rund fünf Prozent besser. Auch eine Investition in Hocheffizienzpumpen lohnt sich – viele der rund 25 Millionen Umwälzpumpen in Deutschland sind älter und nicht regelbar, das bedeutet, sie arbeiten immer mit der gleichen Drehzahl und können sich nicht dem tatsächlichen Bedarf anpassen. Selbst im Sommer, wenn eine geringe Pumpenleistung genügen würde, pumpen sie weiter mit Hochdruck. Das ist nicht nur ökologisch sinnlos, es vergeudet auch jede Menge Strom und reißt ein unnötiges Loch in die Haushaltskasse.
8. Lassen Sie Ihre Heizanlage regelmäßig warten – möglichst einmal pro Jahr.
Darauf sollten Sie bei der Wartung achten: Schaltzyklen und die Heizkurve sollten optimiert werden. Wenn noch nicht vorhanden, sollten Sie die Heizanlage mit einem Raumcontroller mit Außentemperaturfühler (an der Nordseite des Gebäudes in etwa zwei Metern Höhe anbringen!) nachrüsten. Dieser ermöglicht eine deutlich effizientere Heizungsregelung, weil die Heizanlage sich dann direkt an den realen Außentemperaturen orientieren kann – und nicht an programmierten und dadurch unflexiblen Schaltzeiten.
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... ich schon früher gute Erfahrungen damit gemacht habe (Günter D. Alt, Baldham).
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