Der 2007 eingeführte Energieausweis soll Mietern ermöglichen, den energetischen Standard einer Wohnung einfach zu überblicken. Die Analyse der 167 Wohnungsbesichtigungen brachte folgendes Ergebnis: In 38 Prozent der Fälle war der Energieausweis gänzlich unbekannt beziehungsweise nicht vorhanden. Bei 34 Prozent der Besichtigungen gaben die Vermieter erst auf Nachfrage an, dass ein Energieausweis „vorhanden“ sei. Elf Prozent der Anbieter wollten ihn erst bei einer Besichtigung oder an einem anderen Ort als der angebotenen Wohnung präsentieren. Bei neun Prozent der Wohnungssuchenden führte die Nachfrage nach dem Energieausweis zum Ausschluss des Bewerbers. Das heißt: In beinahe jedem zehnten Fall war er sogar ein „Anmietungshindernis“.
Laut Berliner Mieterverein habe der Energieausweis bislang nicht zu der angestrebten Transparenz auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt geführt. Somit seien auch energetische Sanierungen aufgrund des Ausweises nicht zu erwarten, so der Mieterverein.
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