» Layer schließen

CO2 Energiesparclub Wissen, was wirkt.

Gefördert durch:

BHKW: Strom aus dem Heizungskeller

Gastbeitrag: Wie kann man auf BHKW umrüsten?

In vielen Heizungskellern arbeiten veraltete, ineffiziente Heizungen.
Die Entscheidung, seine alte Heizung gegen ein Blockheizkraftwerk auszutauschen, will gut überlegt und noch viel besser geplant sein. Schließlich werden damit die Weichen für die nächsten 20 Jahre gestellt.

Leider lassen sich heute kaum pauschale Angaben dazu machen, wann sich ein BHKW lohnt. Nur eine individuelle Berechnung bringt hier Gewissheit. Aber es lassen sich natürlich Trends angeben. Angenommen Sie wohnen in einem Einfamilienhaus mit ca. 20.000 kWh Gasverbrauch und einem Stromverbrauch von über 6.000 kWh und vergleichen für dieses Haus eine Brennwert-Gasheizung mit solarer Brauchwassererzeugung mit einem BHKW, dann fällt dieser Vergleich zugunsten des BHKW aus. Ist mein Stromverbrauch wesentlich kleiner und man vergleichet nur mit einem Brennwert-Gaskessel, dann lohnt es sich nicht.

Welche Voraussetzungen Ihr Gebäude mitbringen sollte

Da die neuen, besonders kleinen stromproduzierenden Heizsysteme momentan nur mit Erdgas betrieben werden, ist man darauf angewiesen, dass Erdgasleitungen verlegt sind. Künftig werden die Systeme sicherlich durch flüssiggasbetriebene BHKW ergänzt. Für den Brennstoff Öl sind auch einige Projekte in Arbeit. Da jedoch in der Regel die Wartungskosten höher sind, müssen hier erst die Feldtests abgewartet werden. Die verfügbaren stromproduzierenden Heizsysteme haben keinen großen Platzbedarf, brauchen jedoch eine eigene Abgasleitung. Bei einigen Heizsystemen ist ein Zusatzbrenner integriert, sodass diese Systeme mit einer Abgasführung auskommen. Bei anderen Systemen müssen zwei Abgasführungen in den Kamin untergebracht werden, was bei normalen Querschnitten keine Probleme bereitet. Die Installation der neuen stromproduzierenden Heizsysteme ist sehr einfach, da diese Geräte sehr kompakt sind. Es muss lediglich ein zusätzlicher Zähler eingesetzt werden. Die Abgasführung geht durch ein Abgasrohr im Kamin. Dies stellt keinen Unterschied zur gewöhnlichen Gasheizung dar. Zusätzlich wird noch ein Pufferspeicher mit einem Frischwassererzeuger aufgebaut. Falls erforderlich, wird bei größeren Gebäuden eine Zusatzheizung mit aufgebaut.

Formalitäten

Das BHKW wird bei der Bafa, dem Netzbetreiber und der Zollbehörde angemeldet. Dann muss es nur noch vom Schornsteinfeger abgenommen werden und kann nach ca. zwei bis vier Tagen den Dauerbetrieb aufnehmen.

Situation und Ausblick

Bei den steigenden Preisen für Gas, Öl und Strom braucht man ein innovatives Konzept, welches vor allem die Energieverluste minimiert. Ein Blockheizkraftwerk bietet hier eine energieeffiziente Lösung, da es mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent arbeitet. Seit Anfang 2010 stehen die ersten „Stromproduzierenden Heizungen“ zur Verfügung, welche speziell für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern konzipiert sind. Im März 2011 werden auf der Gebäudetechnik-Messe ISH weitere stromproduzierende Heizungen von verschiedenen Herstellern präsentiert.

Diesen Gastbeitrag hat Herr Steinborn von dem Beratungsbüro Steinborn innovative Gebäude-Energieversorgungaus Stuttgart im Januar 2011 für uns verfasst.

Kommentare

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Noch keine Kommentare.

Ihr kostenloses Energiesparkonto

  • Bilanzieren
    Alle Verbrauchsdaten auf einen Blick
  • Bewerten
    Verbrauch richtig einschätzen
  • Beraten
    Sparen mit individuellen Tipps

64.974 Nutzer sind bereits auf Sparkurs

Zum Energiesparkonto