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CO2 Energiesparclub Wissen, was wirkt.

Fundstücke | 15.09.09

Wie ökologisch ist Ihr Abgeordneter?

Der Kandidatencheck des BUND verrät schnell und übersichtlich, was deutsche Politiker zu wesentlichen Umweltfragen zu sagen haben.

Einblicke in die Politikerköpfe der Republik bietet der BUND mit seinem Kandidatinnencheck

Was CDU-Kanzlerin Angela Merkel über den Neubau von Kohlekraftwerken denkt, erfahren wir bislang nicht. Dafür aber, dass Peer Steinbrück (SPD) im Gegensatz zu seinen Parteigenossen Gentechnik in der Landwirtschaft in Ordnung findet. Und dass ein Gutteil der Direktkandidaten für die Bundestagswahl gegen eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ist – darunter auch 13 Unionspolitiker.  

Anders als beim beliebten Watchblog www.kandidatenwatch.de, auf dessen Seite Bürger ihre Fragen an Politiker stellen, fragt hier der Initiator, also der BUND, selbst. Alle 1.495 Direktkandidaten für die Bundestagswahl am 27. September sehen sich einem identischen Fragenkatalog ausgesetzt: Sie sollen sich dazu äußern, ob sie für die geplante Abschaltung von Kernkraftwerken, gegen den Neubau von Kohlekraftwerken und gegen den Einsatz von Gentechnik sind. Und die Gefragten antworten fleißig: Bis Mitte September haben bereits mehr als 1.000 Politiker geantwortet – bei den Grünen (91 Prozent) und der SPD (86) hat bereits ein Großteil der Kandidaten seine Meinung geschrieben, bei CDU (39 Prozent) und FDP (53) ist noch Luft nach oben.  

Erhellend ist die Umfrage vor allem deshalb, weil die Wähler relativ schnell und unkompliziert erfahren, wie ihre Direktkandidaten bei Umweltfragen ticken. Mit Hilfe einer Deutschlandkarte kann jeder den eigenen Wahlkreis und die jeweiligen Direktkandidaten identifizieren und anhand einer Tabelle deren Antworten auf einen Blick vergleichen. Die Politiker können ihre Antworten kommentieren und erläutern, teilweise werden für die jeweiligen Wahlkreise auch noch regional relevante Fragen gestellt. So äußern sich Berliner Kandidaten zum vieldiskutierten Heizpilzverbot in der Gastronomie, während Freisinger Politiker ihre Meinung zum geplanten Bau der dritten Startbahn am Flughafen München schreiben dürfen.

Interessant wird es vor allem, wenn Kandidaten wie der eingangs erwähnte SPD-Finanzminister Peer Steinbrück von der Parteilinie abrücken. Aber auch einige Unionspolitiker entscheiden sich anders als das Gros ihrer Parteikollegen und äußern sich gegen Gentechnik, für das fristgemäße Abschalten von AKWs und gegen neue Kohlekraftwerke. So beispielsweise der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, der „keinen erkennbaren Nutzen bei der grünen Gen-Technik“ erkennen kann. Oder der niedersächsische CDU-Kandidat Axel Knoerig, der nicht nur gegen Gentechnik, sondern auch gegen den Ausstieg aus dem Atomausstieg ist.

Eine Chance zur Interaktivität bietet der BUND dem Wähler übrigens doch noch. Per einfachem Klick auf einen Kandidaten kann man diesem eine Nachricht zusenden – und ihn beispielsweise daran erinnern, seine Meinung zu Atomkraft und Gentechnik abzugeben.  

Kommentare

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16.09.2009 | Andreas Braun/ Energiesparclub-Team

Feine Sache und guter Tipp! Nur zu blöd, das ich meine Briefwahl schon abgeschickt habe. Auch ne Empfehlung in Sachen Wahl: www.wahl-o-mat.de


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