Im Herbst 2004 war es Mike Weißenfels leid. Er hatte keine Lust mehr, Tankrechnungen in Excel-Tabellen einzutragen, um dann den Verbrauch trotzdem mit dem Taschenrechner ausrechnen zu müssen. Der Softwareentwickler aus Herschbach im Westerwald setzt sich an den Computer und nimmt die Sache selbst in Hand. Das Ergebnis der Tüftelei: Ein Verbrauchsrechner, der automatisch den Spritverbrauch berechnet.
Knappe fünf Jahre und viele Funktionen später ist nicht nur Mike Weißenfels von seinem Spritrechner begeistert. Etwa 7.000 Nutzer sind nach Angaben von Weißenfels mittlerweile auf www.verbrauchsrechner.de aktiv – vom benzinsparenden Toyota-Fahrer über den Familienvater im VW Touran bis hin zum Porsche mit einem Durchschnittsverbrauch von 18 Litern. Sie alle haben ein virtuelles Konto für ihr Auto angelegt, füttern es regelmäßig mit den Daten ihrer Tankrechnungen und kontrollieren so den Spritverbrauch. Der Verbrauchsrechner berechnet, wie viel Benzin das Auto tatsächlich schluckt, archiviert die Daten und zeigt, wie sich der Verbrauch entwickelt hat. So lässt sich prüfen, wie viel Euro monatlich an der Tankstelle ausgegeben werden und was sich durch spritsparendes Fahren an der Zapfsäule einsparen lässt.
Halter eines gleichen Fahrzeugtyps können zudem ihren Verbrauch mit anderen Usern vergleichen. „Dieser direkte Vergleich spornt viele an, durch einen ökonomischen Fahrstil den Spritverbrauch weiter zu senken und Geld zu sparen“, stellt Weißenfels fest. Für die meisten angemeldeten Nutzer gehe es darum, in Zeiten hoher Spritkosten den Benzinverbrauch zu drosseln. Als die Preise im Sommer 2008 auf mehr als 1,50 Euro für einen Liter Benzin kletterten, stieg auch die Zahl der Besucher an. Bis zu 25.000 klickten pro Monat auf verbrauchsrechner.de. Heute hat die Seite etwa 18.000 Besucher im Monat.
Aus den eingegebenen Daten berechnet die Homepage interessante Rankings und zeigt aufschlussreiche Grafiken. Eine Top Ten-Liste präsentiert die sparsamsten Fahrzeugtypen. Eine Grafik wertet die Tankrechnungen der Nutzer nach Wochentagen aus. Das Ergebnis: Fahren Sie Montag an die Tankstelle. Dann ist der Preis für einen Liter Benzin durchschnittlich am billigsten. Donnerstags hingegen müssen Autofahrer am tiefsten in die Tasche greifen.
Weitere Spritrechner im Internet:
Das Energiesparkonto wird immer beliebter. Die Nutzerzahlen sind auf einem neuen Höchststand. Auch im Ausland legen sich immer mehr Verbraucher ein Konto an.
» mehr
Die Ergebnisse des Praxistests vom Energiesparclub sind ab sofort abrufbar und zeigen, dass mit innovativen Systemen Energie gespart werden kann.
» mehr
Kein umständliches Notieren oder Merken von Zählerstanden mehr: Die Android-App "EnergieCheck" erleichtert nicht nur das Sammeln von Verbrauchsdaten.
» mehr
Mit nur wenig Aufwand können Hausbesitzer ihre Heizungsanlage bereits jetzt fit für die kommende Heizsaison machen – und dadurch Heizkosten sparen.
» mehr
Eine umfassende Optimierung macht das Energiesparkonto benutzerfreundlicher denn je. Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Verbesserungen.
» mehr
Kommentare