Wie komme ich zur Arbeit? Wohin gehts im Urlaub? Was steht auf meiner Einkaufsliste fürs Wochenende? Das diese Entscheidungen mit Klimaschutz zu tun haben, liegt für viele auf der Hand. Doch was bitte hat eine Suchanfrage im Internet mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu tun?
Sehr viel. Zumindest wenn man den Forschungsergebnissen des Harvard-Physikers Alexander David Wissner-Gross folgt. Dessen einfache Formel lautet: Bei einer Google-Anfrage entstehen sieben Gramm CO2. Anders gesagt: 20 Mal googeln entspricht einem Kilometer Auto fahren. Google hält dagegen und behauptet, dass eine Suche nur 0,2 Gramm freisetze. Zur Begründung heißt es, "Google ist schnell - eine normale Suche liefert in weniger als 0,2 Sekunden ein Ergebnis."
Wie auch immer man zu den Rechenspielen steht. Tatsache ist: Das Internet ist ein immenser Stromschlucker. Jede Suchanfrage setzt eine riesige Maschinerie in Gang und verbraucht Energie. Ein Fakt, der uns gerade deswegen nicht bewusst zu sein scheint, weil es nur Sekundenbruchteile dauert, bis sich der Bildschirm nach dem Abschicken einer Anfrage mit Treffern füllt.
Nicht bewusst ist vielen auch, dass es grüne Alternativen gibt. Diese Seiten basieren meist auf den Suchtechnologien von Google, Yahoo & Co. Im Gegensatz zu den Marktführern unterstützen sie mit ihren Werbeeinnahmen ausschließlich wohltätige oder nachhaltige Projekte. Seit August 2008 können Internetnutzer beispielsweise mithelfen, Teile des Regenwaldes zu schützen. Die grüne Suchmaschine Forestle macht es möglich: Bis auf zehn Prozent Verwaltungskosten gehen alle Einnahmen aus der Forestle-Suche an das "Adopt an Acre"-Programm der gemeinnützigen Naturschutzorganisation The Nature Conservancy. Dort werden die Einnahmen genutzt, um bedrohte Regenwaldgebiete zu bewahren. Durch die Suchabfragen bei Forestle werden genug Werbeeinnahmen erzielt, um pro Suche 0,1m² Regenwaldfläche zu schützen. Nach Angaben von Forestle schützten die 50.000 Nutzer so bisher weltweit 575.000 m² Regenwald.
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