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Grüne Immobilienfonds:

Nachhaltigkeit und Rendite schließen sich nicht aus

Sabine Pex von der HypoVereinsbank: „Für kurzfristige Gewinne sind grüne Immobilienfonds ungeeignet.” 

Grüne Immobilienfonds investieren in nachhaltige Gebäude und können so die CO2-Quote unserer Städte verbessern. Sie versprechen überdurchschnittliche Wertsteigerungen – und geben Hausbesitzern wie Mietern die Möglichkeit, mit der Energieeffizienz von Immobilien Geld zu verdienen. Sabine Pex ist Expertin für nachhaltige Geldanlagen vom Energiesparclub-Partner HypoVereinsbank. Für die Energiesparclub-Nutzer hat die Finanzexpertin die zehn wichtigsten Fakten zu grünen Immobilien gesammelt und erläutert.

 

1. Was für traditionelle Anlageformen gilt, trifft auch für nachhaltige Immobilienfonds zu: Sie sind eine mittel- bis langfristige Form der Anlage. Für kurzfristige Gewinne sind sie nicht geeignet.  

2. Investitionen in grüne Immobilien und Immobilienfonds werden in den kommenden Jahren wichtiger werden. Der Grund: Anleger wollen heute nicht nur Rendite erzielen – sie wollen auch wissen, was mit ihrem Geld passiert.

3. Immobilienfonds investieren direkt in spezielle Objekte, etwa in einen Wohnpark der nach nachhaltigen Kriterien gebaut wird. Offene Fonds können immer wieder neue Objekte aufnehmen, geschlossene Fonds beschränken sich auf einen fest definierten Rahmen an bestimmten Objekten.

4. Immobilien-Aktienfonds hingegen investieren in Aktien aus dem Bau- und Immobilienbereich.  

5. Beide Anlageformen machen Gewinn mit der Wertsteigerung grüner Immobilien. Zur Rendite tragen Miet- und Zinseinnahmen sowie die Wertsteigerungen der Immobilien bei. Aspekte, die sich bei grünen Immobilien meist überdurchschnittlich gut entwickeln.  

6. Für beide Investitionsmodelle gilt: In Zukunft werden Preise, Vermietbarkeit, Wiederverkaufswert und Rendite einer Immobilie immer mehr von ökologischen Standards abhängen. Denn Immobilien, die mit niedrigen Energiekosten punkten und ökologische Standards einhalten, lassen sich künftig leichter vermieten.  

7. Eine aktuelle Studie von Rreef Alternative Investments hat ergeben, dass Gebäude mit einem grünen Zertifikat um bis zu 50 Prozent höhere Mieten ermöglichen. Beim Verkauf erzielen energetisch optimierte Immobilien mittlerweile zwischen zehn und 20 Prozent höhere Preise als konventionelle Objekte in vergleichbarer Lage.              

8. Das Forum „Nachhaltige Geldanlagen“ ist eine seriöse Anlaufstelle für Interessenten, die sich über alle Formen von nachhaltiger Geldanlage, so auch über nachhaltige Immobilienfonds informieren wollen. Es ist ein Zusammenschluss von knapp 100 Unternehmen und Organisationen im deutschsprachigen Raum, die sich für die Förderung nachhaltiger Geldanlagen einsetzen.  

9. Das größte Problem bei der Auswahl von Immobilienfonds besteht in der Bewertung und Zertifizierung geeigneter Gebäude. Es gibt kein allgemeines Gütesiegel für nachhaltige Fonds. Allerdings gibt es  Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen. So hat zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ein Zertifikat zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung entwickelt. Daran sollten sich Interessenten bei der Auswahl ihrer Anlage orientieren.  

10. Für Privatkunden als Einsteiger ist es ratsam, eine bestimmte Anlage erst mal mit wenig Geld zu testen und über einen bestimmten Zeitraum zu beobachten. Außerdem empfiehlt es sich, in Fonds zu investieren, die Immobilien aus Deutschland im Angebot haben. Das hat den Vorteil, dass sich Anleger die Objekte jeder Zeit vor Ort anschauen und einen Eindruck von der Umsetzung nachhaltiger Kriterien machen können. 

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