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CO2 Energiesparclub Wissen, was wirkt.

Von der Idee zum Konto

In einem Garten in Mainz entsteht 2006 die Idee für das Energiesparkonto. Geburtshelfer sind ein Ingenieur, ein Klimaschützer und ein ZDF-Moderator.

Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen co2online GmbH und einer der Initiatoren des Energiesparkontos

Gute Ideen entstehen in Gründungswerkstätten, Laboren oder Universitäten. Die besten tauchen meist dann auf, wenn man nicht mit ihnen rechnet. Beim Kaffeetrinken zum Beispiel. So ging es im Frühsommer 2006 dem ZDF-Journalisten Günter Alt, dem Diplom-Ingenieur Stefan Neugebauer und dem Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation co2online, Dr. Johannes D. Hengstenberg. Im Garten von Günter Alt auf dem Mainzer Lerchenberg bereiten sie eine WISO-Sendung über das Stromsparpotenzial von Heizungspumpen vor. Eher zufällig kommen sie auf die Methode zu sprechen, mit der Stefan Neugebauer seit Jahren seine Zählerstände für Strom und Wasser archiviert: Mit Excel-Tabellen versucht der Unternehmer den Überblick über seinen Energiehaushalt zu behalten. Eine gute Methode, um den eigenen Verbrauch zu kontrollieren. Nur auf Dauer sehr mühsam, etwas altmodisch und für den klassischen Verbraucher schwer zu interpretieren. Gemeinsam überlegen die drei, wie sie diesen Prozess vereinfachen können. Die Lösung: Eine Internetanwendung, die es vielen Menschen ermöglicht, ihren Energieverbrauch und ihre Kosten zu überprüfen. Das Energiesparkonto (ESK) ist geboren.

Ein gutes Jahr später, im Juli 2007, geht das ESK online. Aus der Idee vom Mainzer Lerchenberg ist innerhalb eines Jahres eine Online-Anwendung entstanden, die den Energieverbrauch, die CO2-Emmissionen und die Energiekosten von Wohngebäuden errechnet. Das Konto macht Excel-Tabellen überflüssig und bringt Licht ins Dunkel des Energiehaushaltes. Großen Anteil daran haben die gemeinnützige co2online GmbH und die SEnerCon GmbH aus Berlin. Beide Firmen haben den Online-Energiesparmanager für private Haushalte aus eigenen Mitteln gemeinsam entwickelt und programmiert.

Seit 2009 wird das Energiesparkonto vom Bundesumweltministerium gefördert. Im Rahmen der Kampagne „Energiesparclub“ hilft es Verbrauchern praktisch und kontinuierlich beim Energiesparen. Im September des gleichen Jahres geht eine überarbeite Version des Kontos online. Neue Funktionen, ein modernes Design und ein erweitertes Angebot an Optionen zeichnen das neue Energiesparkonto aus.

Auch Stefan Neugebauer, der den Stein mit ins Rollen brachte, nutzt das Energiesparkonto. Für den Diplom-Ingenieur aus dem rheinischen Erftstadt sind die Zeiten, in denen er seine Energierechnungen mit Excel-Tabellen kontrollierte, seit vier Jahren Geschichte. Das Energiesparkonto mit seinen permanent erweiterten Funktionen hat das mühsame Pflegen der Excel-Dokumente längst abgelöst. Mit Erfolg: Stefan Neugebauer weiß genau, wie er seinen Energieverbrauch effizient managt und die richtigen Entscheidungen beim Energiesparen trifft.


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