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CO2 Energiesparclub Wissen, was wirkt.

Energiesparheld Martin Kohlhaas:

„Änderung bedeutet nicht Einschränkung!”

Der neue Energiesparheld ist da. Martin Kohlhaas ist Überzeugungstäter. Als junger Vater von zwei Kindern ist ihm klar: Die finanziellen Anreize von Energiesparmaßnahmen sind wichtig. Noch wichtiger ist es aber, an die Zukunft der kommenden Generationen zu denken. Der 38-Jährige ist davon überzeugt, dass intelligente und moderne Hilfsmittel, wie das Energiesparkonto, helfen können unseren Ressourcenverbrauch zu senken.

Name: Martin Kohlhaas, Diplom-Designer (38)

Ort: Weimar

Haushalt:

lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in einem eigenen Mehrfamilienhaus (Altbau), ein Teil davon wird als Büro für das eigene Unternehmen genutzt (Baujahr 1907, Wohnfläche 225 m2)

Energiesparkonto-Nutzung:75 Zählerstände und 8 Abrechnungen eingetragen

Energiesparclub: Seit wann und warum benutzen Sie das Energiesparkonto?

Martin Kohlhaas: Eingetragen habe ich meine Daten für die vergangenen sechs Jahre. 2006 sind wir dann in unseren sanierten Altbau eingezogen. Erst wollte ich es nur mal ausprobieren, irgendwann wurde daraus Gewohnheit. Die strukturierte Erfassung aller Daten und die bequeme Eingabe haben mich überzeugt. Ich werte übrigens meine Daten auch parallel in einer eigenen Tabelle aus, da mich die Funktionalitäten, die hinter dem Energiesparkonto stecken, persönlich interessieren. Doppelte Buchführung sozusagen.

Energiesparclub: Welche Erwartungen hatten Sie an das Energiesparkonto?

Martin Kohlhaas: Besonders hat mich interessiert, wie unser Verbrauch im Vergleich mit anderen Mehrfamilienhäusern mit gleicher Grundfläche dasteht. Das hat sich aber als recht schwierig herausgestellt.

Energiesparclub: Warum das?

Martin Kohlhaas: Der Vergleich ist schwierig, da wir kein klassisches Mehrfamilienhaus sind. Ein Bereich wird als Wohnbereich für die Familie genutzt, der andere Bereich für unser Büro als Arbeitsbereich.

Das bedeutet auch, dass wir im Energiesparkonto unseren privaten und beruflichen Verbrauch gemeinsam erfassen. Je nachdem, wie viele Arbeitsplätze im Büro belegt sind, steigt der Energieverbrauch durch Computer, Licht und Kaffeemaschine an. Von Bedeutung beim Stormverbrauch ist auch, dass unser Wasser durch Strom erwärmt wird.

Energiesparclub: Gab es einen Auslöser für die Nutzung des Energiesparkontos, wie eine zu hohe Stromrechnung?

Martin Kohlhaas: Für uns spielt auch die aktuelle Umweltsituation eine Rolle. Wir diskutieren in der Familie über das Energiesparen. Wenn ich beispielsweise meinen Kindern erkläre, warum es wichtig und richtig ist, das Licht beim Verlassen des Zimmers auszuschalten, unterstützt mich das Verbrauchsdiagramm aus dem Energiesparkonto. Schalten künftig alle das Licht aus, dann geht die Kurve nach unten und der Erfolg wird sichtbar. Das Energiesparkonto zeigt, dass wir mit modernen und intelligenten Hilfsmitteln und eben nicht nur durch den reinen Verzicht unseren Ressourcenerbrauch senken können.


         Einblicke in das Energiesparkonto von Martin Kohlhaas [Klick auf Bild zum Vergrößern]


Energiesparclub: Auf Ihrer privaten Webseite http://www.atelier-virtual.de haben Sie über die Eröffnung Ihres Energiesparkontos geschrieben. Im Konto haben Sie auch verschiedene Maßnahmen eingetragen, die Sie durchgeführt haben. Welche sind das?

Martin Kohlhaas: Die wichtigste Energiesparmaßnahme, um unseren Gasverbrauch für Heizwärme zu senken, war die Dämmung unseres Dachbodens in diesem Jahr. Dann haben wir unseren Stromanbieter gewechselt. Das hat natürlich an der Verbrauchsmenge nichts geändert, sondern nur an der Stromart, nämlich Ökostrom. Im Büro zahlt sich die Anschaffung eines modernen und energiesparenden Servers für das Computernetzwerk aus. Daneben haben wir auch verschiedene kleinteilige Maßnahmen eingeleitet. Wir nutzen natürlich Energiesparlampen und achten bei der Anschaffung neuer Geräte auf die Energieeffizienzklasse. Zuletzt haben wir eine besonders sparsame Waschmaschine gekauft.

Energiesparclub: Gibt es schon Erfolge zu melden? Wie hat sich Ihr Verbrauch seitdem entwickelt?

Martin Kohlhaas: Der Verbrauch von Strom in den absoluten Zahlen steigt. Das liegt vor allem an der Situation im Büro. Normalerweise arbeiten wir dort zu zweit, diesen Sommer hatten wir aber projektbedingt fünf belegte Arbeitsplätze. Dieser Mehrverbrauch soll durch die neuen Maßnahmen, die wir umgesetzt haben, aufgefangen werden. Was den Gasverbrauch angeht, macht sich die Dachdämmung erst diesen Winter bemerkbar. Da braucht man eben etwas Geduld, um die Wirkung beim Verbrauch zu sehen.

Energiesparclub: Sie haben einen Wunsch frei: Was sollte das Energiesparkonto unbedingt noch können?

Martin Kohlhaas: Ich würde gerne für einen Zeitraum von drei Monaten meinen Stromverbrauch mit intelligenten Stromzählern aufzeichnen. Die Ergebnisse sollen dann automatisch ins Energiesparkonto übertragen werden. So eine detaillierte Auswertung nach Stunden und Tagen machen zu können, wäre wirklich interessant. Vielleicht sogar nach einzelnen Geräten? Damit könnte ja sehr einfach der gesamte Standby-Verbrauch eines Hauses ermittelt werden, ohne abends und morgens die Stromzähler ablesen zu müssen. (Dies wurde bereits in einem Energiesparclub-Praxistest erprobt - Anm. d. R.)

Energiesparclub: Würden Sie das Energiesparkonto weiterempfehlen?

Martin Kohlhaas: Ja, das machen wir bereits. Wenn wir mit Freunden zusammensitzen und über das Thema Energie sprechen, erzählen wir natürlich vom Energiesparkonto. Da gibt es jetzt auch schon ein paar Freunde und Bekannte, die selbst Hausbesitzer sind, und das Energiesparkonto nutzen.


Unsere Helden-Galerie:

Karl-Heinz Mayer aus Frankfurt

Seit Anfang 2010 nutzt der Frankfurter das Energiesparkonto. Seit dem hat er 117 Zählerstände und 23 Abrechnungen eingetragen – und seinen Verbrauch an Heizenergie um stolze 80 Prozent reduziert.                                                    

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Christian Stahl aus Köln

Mit zahlreichen Modernisierungsmaßnahmen und dem Energiesparkonto ist es dem Christian Stahl gelungen, seinen Heizölverbrauch von 4.000 Liter um mehr als die Hälfte zu reduzieren.                                                                   

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Dämmung des Dachbodens im Januar 2011

Wärmebild des Wohnhauses im Februar 2011. Trotz fehlender Außendämmung ein gutes Resultat.


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