Name: Bernd Huwe
Ort: Neulußheim
Haushalt: lebt mit Frau und Tochter in einer Doppelhaushälfte (Einfamilienhaus, Baujahr 2007, Wohnfläche 154 m2)
Energiesparkonto-Nutzung: Strom: 62 Zählerstände und 3 Abrechnungen eingetragen
Gas: 26 Zählerstände und 3 Abrechnungen eingetragen
Ereignisse: 22 Eintragungen
Energiesparclub: Herr Huwe, seit wann nutzen Sie das Energiesparkonto?
Bernd Huwe: Im Juli 2007 habe ich mein Konto eingerichtet und pflege seit dem vor allem meine Zählerstände und Abrechnungen für Strom und Gas ein.
Energiesparclub: Gab es einen Anlass, warum Sie Ihre Heiz- und Stromverbräuche besser im Auge behalten wollten?
Bernd Huwe: Oh ja, den gab es. Mitte 2007 sind wir in unseren Neubau gezogen und die erste Gasabrechnung Anfang 2008 war dann eine ziemlich böse Überraschung. Die Freude über das neue Haus war erst mal ein wenig getrübt. Ich habe mit den Daten aus der Abrechnung unser Haus mit anderen Häusern verglichen. Das Ergebnis: Unser Haus wurde als Energieverschwender klassifiziert und als nicht wirtschaftlich sanierungsfähig eingestuft. Das hat mich ziemlich überrascht.
Energiesparclub: So ein Ergebnis lässt auf bauliche Mängel schließen. Sind Sie an dieser Stelle aktiv geworden?
Bernd Huwe: Ich habe sofort reagiert und mich auf die Suche nach den Schwachstellen im und am Haus gemacht. Beispielsweise habe ich mit Unterstützung eines Gutachters einen Blower-Door-Test durchführen lassen. Mithilfe von Wärmebildern ließen sich die Schwachstellen dann auf Teile des Daches und der Fenster eingrenzen.
Energiesparclub: Was ist bei der Bauausführung schiefgelaufen?
Bernd Huwe: Unter dem Dach war die Dampfsperre an den Übergängen zu den Drempelwänden mangelhaft verbaut und die Schutzfolie an den Durchläufen der elektrischen Leitungen nicht fachgerecht verschlossen worden. Auch die Fensterlaibungen waren nicht fachgerecht isoliert.
Energiesparclub: Wurden die Mängel behoben und ist der Energieverbrauch dadurch gesunken?
Bernd Huwe: Ja, in den Jahren 2009, 2010 und 2011 wurde nachgebessert – und das zeigte Wirkung. Der Heizenergieverbrauch ist seit Beginn der Maßnahmen ständig gesunken, wie man im Energiesparkonto sehen kann. Das ist eine großartige Erfolgskontrolle. Übrigens, die vielen Informationen zum Thema Energieverbrauch auf www.energiesparclub.de haben mir bei meinen langwierigen Diskussionen mit dem Bauunternehmen sehr geholfen.
Die Doppelhaushälfte der Familie Huwe samt Photovoltaik-Anlage mit Eigennutzungsvereinbarung. [Klick auf Bild zum Vergrößern]
Energiesparclub: Sie sind aber auch an anderer Stelle aktiv geworden. Stichwort Heizungsanlage. Was gab es dort zu tun?
Bernd Huwe: Viel! Genau genommen sind die aktuellen Gasverbrauchswerte ein Ergebnis fünfjähriger Optimierungsarbeit an der Heizungsanlage. Für jeden Raum habe ich beispielsweise in unserer Haussteuerung ein eigenes Anwesenheitsprofil eingespeichert. Dieses Profil regelt, wann und wie der Raum beheizt werden soll. An der Heizungsanlage selbst wurden verschiedene Komponenten erneuert oder ausgetauscht, der Gaskessel wurde neu eingestellt und ein hydraulischer Abgleich durchgeführt.
Energiesparclub: Auch Ihr Stromverbrauch ist im Jahr 2011 um insgesamt 569 kWh gesunken. Wie haben Sie das erreicht?
Bernd Huwe: Wir haben unseren Zweitkühlschrank durch ein A+ Gerät ersetzt, nutzen statt Halogen-Lampen jetzt LEDs im Innen- und Außenbereich und haben im Haus die Geräte im Standy-Modus gesucht und konsequent ausgeschaltet. Unsere Haussteuerungssoftware hat sich bei der Identifizierung von Stromfressern und der optimalen Steuerung der Hausbeleuchtung als große Hilfe herausgestellt.
Energiesparclub: Und sie sparen nicht nur Strom, sondern sind jetzt auch noch Stromproduzent, nicht wahr?
Bernd Huwe: Das stimmt. Mitte November 2011 haben wir unsere 3,99 kWp Photovoltaik-Anlage mit Eigennutzungsvereinbarung in Betrieb genommen. Auch hier haben wir unser Verbrauchsverhalten in Bezug auf die Nutzung der erzeugten Energie der Photovoltaik-Anlage optimiert. Ein Timer startet Waschmaschine, Wäschetrockner und Spülmaschine, wenn die bestmögliche Nutzung der regenerativen Energie möglich ist.
Energiesparclub: Haben Sie bei der Umsetzung Ihren Aktivitäten vom Energiesparkonto profitieren können?
Bernd Huwe: Durch die Nutzung des Energiesparkontos und die vielen Energiespar-Tipps auf der Webseite des Energiesparclubs habe ich immer wieder neuen Ehrgeiz entwickelt, den Energieverbrauch meines Hauses weiter zu optimieren und kann den Erfolg kontrollieren.
Energiesparclub: In Ihrem Energiesparkonto haben Sie ein Ereignis mit dem Projektnamen „Minus 1000+“ eingetragen. Was verbirgt sich dahinter?
Bernd Huwe: Mein Ziel zum Beginn des Energiesparcups war es, mit Energiesparmaßnahmen unseren Stromverbrauch um mindestens 1.000 kWh zu senken. Mittlerweile bin ich mir aber sicher, dass wir die Ziele des „Minus 1000+“ Projektes sogar übertreffen werden. Im Jahr 2009 lag unser Stromverbrauch noch bei rund 5.200 kWh. Für 2012 erwarte ich einen Verbrauch von knapp 3.700 kWh.
Bernd Huwe hat sich das persönliche Ziel gesetzt, mit Energiesparmaßnahmen den Stromverbrauch um mindestens 1.000 kWh zu senken. [Klick auf Bild zum Vergrößern]
Energiesparclub: Das sind ehrgeizige Ziele und funktioniert nur, wenn alle Familienmitglieder mitmachen. Wie haben Sie das hinbekommen?
Bernd Huwe: Wir haben gemeinsam eine Balance zwischen Energieeinsparungen und Wohnkomfort gefunden. Ohne dieses Gleichgewicht würden die Maßnahmen für Unmut bei den Familienmitgliedern sorgen. Und um uns noch stärker zu motivieren, haben wir ein Belohnungssystem eingeführt. Jeder Euro, den wir bei den Energiekosten einsparen, wird in unsere Hobbys investiert.
Energiesparclub: Möchten Sie als Energiesparheld und deutscher Gewinner beim European Citizen Climate Cup den anderen Nutzern des Energiesparkontos etwas mit auf den Weg geben?
Bernd Huwe: Machen Sie immer nur einen Schritt nach dem anderen. Wenn Sie zu viele Energiespar-Maßnahmen gleichzeitig umsetzen, ist es im Anschluss nur sehr schwer möglich die positiven Effekte der einzelnen Maßnahme genau zu bewerten. Und halten Sie alle, die mitmachen, bei Laune.
Energiespar-Europameisterschaft (European Citizens Climate Cup): Familie Huwe gewinnt in Deutschland
Bei der Energiespar-EM (www.energiesparcup.de) setzte sich Familie Huwe gegen rund 2.000 andere deutsche Haushalte durch. Huwes werden das deutsche Team bei der Preisgala in Brüssel am 18. Juni 2012 vertreten. Dort stellen sich auch die Top-Energiesparer der übrigen zehn teilnehmenden Länder und Regionen vor.
Der Energiesparcup (European Citizens Climate Cup) ist ein europäischer Wettbewerb zum Energiesparen. Gefördert wird der Wettbewerb von der Europäischen Kommission. Das deutsche Team wird von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online mbH (www.co2online.de) betreut.
Udo Vöge aus Bremen ist der neue Energiesparheld. Der kaufmännische Angestellte, wohnt mit seiner Familie in einem originalen Altbremerhaus. In den vergangenen Jahren hat er den fast 130 Jahre alten Bau mit viel Augenmaß saniert und seinen Energieverbrauch bis zum Jahr 2012 um 5.748 Kilowattstunden gegenüber dem Jahr 2007 reduziert.
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Der neue Energiesparheld ist ein wahrer Pionier. Stefan Horner aus Kropp hat dem Energiesparclub die Verbrauchsdaten seines Hauses zur Verfügung gestellt, um eine neue Methode zur Bewertung des energetischen Zustands seines Hauses zu testen: Die Energieanalyse aus dem Verbrauch (EAV).
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Seit Anfang 2006 nutzt der Weimarer das Energiesparkonto. Die wichtigste Energiesparmaßnahme, um den Gasverbrauch für Heizwärme zu senken, war die Dämmung des Dachbodens.
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Seit Anfang 2010 nutzt der Frankfurter das Energiesparkonto. Seit dem hat er 117 Zählerstände und 23 Abrechnungen eingetragen – und seinen Verbrauch an Heizenergie um stolze 80 Prozent reduziert.
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Mit zahlreichen Modernisierungsmaßnahmen und dem Energiesparkonto ist es dem Christian Stahl gelungen, seinen Heizölverbrauch von 4.000 Liter um mehr als die Hälfte zu reduzieren.
» mehrSie sind ein leidenschaftlicher Energiesparer und können Ihre Sparerfolge mit dem Energiesparkonto dokumentieren? Wir machen Ihre Erfolge öffentlich und zeigen anderen Energiesparkonto-Nutzern, mit welchen Maßnahmen Sie Ihre Energiekosten reduziert haben.
Bewerben Sie sich jetzt als Energiesparheld! Die Gewinner erhalten Sparhelfer von Grünspar im Wert von jeweils 40 Euro.
Sehr geehrter Herr Esser,
Tipps zum Thema "Heizen mit Strom" enthält ein Themenspezial von "Klima sucht Schutz", in dem es auch um elektrische Fußbodenheizungen geht:
http://www.klima-sucht-schutz.de/energiesparen/energiespar-spezial/nachtstrom.html
Viele Grüße aus dem Energiesparclub
Gibt es auch Tipps zum Thema Elektro-Heizung? Ich bin Wohnungseigentümer und habe in meiner Wohnung eine Elektrofußbodenheizung mit Thermostaten der Fa. Devireg. M.f.G. Thomas Esser
64.817 Nutzer sind bereits auf Sparkurs
Als Nutzer des Energiesparkontos nehmen Sie automatisch an der Berechnung der Energiesparhelden-Top Ten teil – vorausgesetzt, Sie tragen Ihre Heiz- und Stromkostenabrechnungen aus den Jahren 2009, 2010 und 2011 und mindestens je einen Ablesewert aus dem Jahr 2012 in Ihr Konto ein. Können Sie geringe Energieverbräuche und Einsparerfolge vorweisen, sind Sie auf dem besten Weg ganz oben in der Rangliste zu landen.
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Holen Sie mehr aus Ihrer Heizung mit einem Geheimtipp in Sachen Energieeffizienz: dem hydraulischen Abgleich. Die neue Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ informiert über die preiswerte Heizungsoptimierung.
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Die erste co2online-Anwendung für iPhone, iPad und iPod touch macht das Energiesparkonto mobil – einfach Zählerstände eingeben und Standby-Kosten ermitteln.
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