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Energieberatung – Was Sie beachten sollten

Energieberatung für Privathaushalte wird immer beliebter. Für Verbraucher ergeben sich neue Einsparpotenziele – und das Problem, im Dschnungel der Angebote und Anbieter nicht den Durchblick zu verlieren. Der Preis allein sollte nicht über eine Beauftragung entscheiden, sagt Pia Grund-Ludwig vom Online-Magazin EnBauSa.de. Sie warnt: „Kampfpreise gehen häufig auf Kosten der Qualität.”

Gastkommentar von Pia Grund-Ludwig, Chefredakteurin des Online-Magazins EnBauSa.de (Foto: Anne Faden)

Energieberatung hat wachsenden Zuspruch, vor allem bei niedrigschwelligen Angeboten. Das ist gut so, denn Energieberatung muss per se weder kompliziert noch teuer sein. Aber: Die Bezahlung der Experten, die sie durchführen, muss angemessen sein. Kampfpreise für Beratungsangebote nützen den Verbraucherinnen und Verbrauchern letztendlich wenig, denn sie gehen meist auf Kosten der Qualität. Die Kunden sollten ihren guten Menschenverstand beim Einkauf von Energieberatung genauso nutzen, wie sie dies (hoffentlich) bei anderen Dienstleistungen tun. Denn es ist bei der Energieberatung nicht anders als in einem guten Restaurant: Wer Schnellimbisspreise bezahlt, bekommt auch Schnellimbissqualität, mit dem Risiko, sich dabei auch ab und mal den Magen zu verderben.

Energieberatung sollte neutral sein

Das kann einem freilich auch im Hochpreisrestaurant passieren, wenn die Köche nicht sorgfältig arbeiten. Hochpreisigkeit allein ist also kein Qualitätsmerkmal. Standardisierte Preise, wie sie unter anderem von der zu Kofler Energies gehörenden Ecounion, aber auch von einzelnen Energieversorgern angeboten werden, können durchaus sinnvoll sein. Aber sie haben einen gravierenden Nachteil: Die Berater erhalten immer gleich viel, egal wie viel sie arbeiten. Der Preis kann der Situation vor Ort gerecht werden, tut dies aber nicht zwangsläufig. Wer ein kompliziertes Problem hat, muss auch bereit sein, dafür zu bezahlen, dass sein Dienstleister Hirnschmalz auf dessen Lösung verwendet. Das funktioniert möglicherweise mit gedeckeltem Salär nur bedingt. 

Und: Die Beratung muss neutral sein. Niemand erwartet an der Feinkosttheke des Metzgers vegetarische Köstlichkeiten oder am Imbiss des Biomarkts fleischlastige Appetizer. Man weiß, was man erwarten darf. Da sollte auch bei der Energieberatung der Fall sein. Wer Energieberatung von seinem Strom- und Gasanbieter kauft, dem muss klar sein, dass er unter Umständen auch strom- und gaslastige Angebote bekommt. Oder auch, dass das grüne Etikett des Angebotes weniger umweltfreundlich ist, als erwartet.

Erst hinschauen, dann kaufen

Da hilft nur genau hinschauen, wem man vertraut, denn wirklich neutrale Beratungs- und Informationsangebote gibt es.

Ein Kriterium für Neutralität ist die Zulassung der Berater bei der Bafa. Die vergibt Zuschüsse zur Energieberatung nur dann, wenn es an deren Neutralität keine Zweifel gibt. Beim Kombipaket von Tchibo und Ecounion, das im September angepriesen wurde, gab es offenbar diese Zweifel, und deshalb auch folgerichtig keine Bafa-Zuschüsse. Das gilt aber nicht nur für Kofler und Co. Auch bei Angeboten von Energieanbietern wie der EnBW gibt es keinen Bafa-Bonus. Mein Rat: Erst genau hinschauen, dann kaufen.

Über EnBauSa.de

"Das Online-Magazin EnBauSa.de bietet einen journalistisch bewerteten Überblick zu allen Fragen der energetischen Sanierung. Zudem setzt EnBauSa.de  Elemente des Web2.0 wie Erfahrungsberichte und Blogs ein, um Bauherren, Planer und Interessierte in Kontakt zu bringen. Um die hochwertige Qualität der Portal-Inhalte sicherzustellen, arbeitet EnBauSa.de mit ausgewiesenen Branchenexperten aus Wirtschaft und Forschung zusammen."

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