Energiesparsysteme für Haushalte

Im Praxistest „Energiesparsysteme für Haushalte“ wurde zwischen 2008 und 2011 ein spezielles System aus Soft- und Hardware getestet. Dieses sollte Nutzern ermöglichen, ihren Energieverbrauch nachhaltig zu senken. Ziel des Tests war es herauszufinden, wie viel Energie Haushalte mit Hilfe moderner Technik tatsächlich sparen können.

Praxistest Energiesparsysteme

Im Mittelpunkt des Praxistests stand eine erweiterte Version des Energiesparkontos. Das „Energiesparkonto Pro“ umfasste neben den Standardfunktionen drei Erweiterungen: das Modul „Energiemonitor“, das Modul „Energiesteuerung“ und das Modul „Energiegewinnung“.

Die zusätzlichen Module des „Energiesparkonto Pro“ funktionierten im Zusammenspiel mit modernen Mess- und Steuerungsgeräten. Der Energiemonitor verarbeitete die Daten intelligenter Verbrauchszähler, so genannter Smart Meter. Diese wurden bei allen am Praxistest teilnehmenden Haushalten installiert. Das Modul „Energiesteuerung“ erlaubte 100 Haushalten zusätzlich die Fernsteuerung von Funkthermostaten und Steckdosen. Das Modul „Energiegewinnung“ verarbeitete die Daten der bei 11 Teilnehmern installierten Photovoltaikanlagen.

Mit den neuen Modulen und der dazugehörigen Systemhardware sollte das „Energiesparkonto Pro“ den Nutzern ein effektives privates Energiemanagement ermöglichen. So testete der Energiesparclub mit dem „Energiesparkonto Pro“ schon zwischen 2008 und 2011, was in Zukunft immer selbstverständlicher sein wird: effiziente Energienutzung im Haushalt durch moderne Technologie. Diese liefert detaillierte Informationen zum eigenen Verbrauch und schafft die Möglichkeit, ihn gezielt und bequem zu kontrollieren. Damit wird es Haushalten in Zukunft noch leichter gemacht, ihre Energiekosten zu senken und gleichzeitig das Klima zu schützen.  

Energiesparkonto Pro: Die zusätzlichen Module

Modul „Energiemonitor“: Das Modul wertete die Daten von Smart Metern aus. Die intelligenten Stromzähler zählen die verbrauchten Stromeinheiten nicht mechanisch, sondern elektronisch und übermitteln die Ergebnisse in digitaler Form. Das erlaubt eine höhere Auflösung und bessere Verarbeitung der Verbrauchsdaten. Mehr Information über den Energieverbrauch bedeutet mehr Kontrolle und damit mehr Einsparmöglichkeiten.

Mit dem Modul „Energiemonitor“ und den dazugehörigen Smart Metern wurden alle Praxistestteilnehmer ausgestattet. Getestet wurde, ob und wie sich Smart Meter-Daten zum Energiesparen nutzen lassen. Inzwischen ist das Smart Meter-Modul für alle Energiesparkonto-Nutzer nutzbar, die ein Discovergy Smart Meter verwenden.

Modul „Energiesteuerung“: Das Modul erlaubte die Fernsteuerung von Heizkörpern und Elektrogeräten und wertete Verbrauchsdaten einzelner Geräte aus. Dies geschieht in Verbindung mit so genannter Hausautomationshardware (zum Beispiel Funkthermostate) sowie Steckdosen, Tür- und Fenstermeldern und Raumtemperaturreglern. Mehr Steuerungsmöglichkeiten bedeuten ebenfalls mehr Kontrolle und mehr Einsparmöglichkeiten.

Mit dem Modul „Energiesteuerung“ und der dazugehörigen Hardware wurden 100 der Praxistestteilnehmer ausgestattet. Getestet wurde, wie Hausautomation und internetbasierte Gerätesteuerung zum Energiesparen genutzt werden und ob sich die Investition in die Hardware durch gesparte Energiekosten auszahlt.

Modul „Energiegewinnung“: Das Modul ermöglichte die Auswertung von Daten aus dezentraler Energieversorgung, in diesem Fall durch Photovoltaikanlagen. Feldtestteilnehmer, die das Modul getestet haben, verfügten bereits über eine solche Anlage.

Mit dem Modul „Energiegewinnung“ wurden 11 der Feldtestteilnehmer ausgestattet. Das Modul ermöglichte eine Gegenüberstellung der selbsterzeugten und fremdbezogenen Energie. Unter Berücksichtigung der selbstproduzierten Energie kann eine genaue CO2-Bilanz eines Haushalts erstellt werden. Das Modul sollte außerdem bei der Leistungs- und Funktionskontrolle der Anlagen helfen. Inzwischen können alle Energiesparkonto-Nutzer die Daten Ihrer Photovoltaikanlage eingeben und analysieren.

Einzelheiten zum Ablauf und zu den Ergebnissen sind auf der Seite zum Praxistest zu finden.

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