Macht Euch zuerst ein Bild von der Verbrauchssituation Eurer Schule bei Strom, Heizenergie und Wasser. Die Schulleitung, der Hausmeister oder im Zweifel Euer Schulträger wissen hier genau Bescheid – denn sie bekommen die Abrechnungen der Energieversorger. Zusätzlich benötigt Ihr einige Fakten zu Eurem Schulgebäude (Baujahr, Anzahl der Klassenräume, Anzahl der Schüler, beheizte Fläche etc.). Rechnungen des vergangenen Jahres genügend völlig, aber noch besser sind die Rechnungen der vergangenen drei Jahre. So kann Eure Situation noch genauer berechnet werden.
Habt Ihr die Daten zusammen, könnt Ihr für Eure Schule ein Energiesparkonto eröffnen. Das ist ganz einfach, dauert nur einige Minuten und ist kostenlos. Die von euch recherchierten Fakten sind schnell eingetragen. Im Auswertungsdiagramm des Energiesparkontos könnt Ihr nun die von Eurer Schule verursachten CO2-Emissionen sehen.
Unser Tipp: Ihr solltet festlegen, wer die aktuellen Zählerstände abliest und einträgt. Am besten ist es immer, wenn man solche Dinge klar organisiert. Richtig gut wäre es, wenn Ihr gleich ein Energie-Team gründet, das sich um das Energiesparkonto und alle Energieprojekte in Eurer Schule kümmert.
Nun geht es darum, dass Ihr Euch ein freiwilliges und gemeinsames Ziel setzt. Um wie viel Prozent wollt Ihr Eure Schul-Emissionen reduzieren? Dazu solltet ihr Euch überlegen, welches Ziel für Eure Schule realistisch ist und natürlich, wie ihr dieses Ziel erreichen wollt.
Mit dem Energiesparkonto für Schulen könnt Ihr genau sehen, wie hoch Euer CO2-Ausstoß ist – gleichzeitig wird das mögliche Sparpotenzial angezeigt. Das hilft bei Eurer persönlichen Zielsetzung. Nun braucht Ihr nur noch unter dem Navigationspunkt „Energie sparen“ die Schulaktion auswählen. Hier wird nach einem Einsparziel gefragt, welches Ihr mit einem Mausklick auf den entsprechenden Prozentwert auswählen könnt. Wie hoch Ihr dieses angebt – das ist ganz allein Eure Entscheidung.
Unser Tipp: Eine Schule verbraucht im Schnitt 20 kWh pro m² Nutzfläche im Jahr für Strom und 211 kWh/m² für Heizenergie. Das bedeutet einen CO2-Ausstoß von etwa elf Kilo pro m² im Jahr durch Strom. Bei einer Gasheizung liegt er wesentlich höher bei circa 55 Kilo. Bei einer Schule mit 5000 m² beheizter Nutzfläche entstehen so jährlich 330 Tonnen CO2-Emissionen – allein durch den leicht messbaren Strom- und Heizverbrauch. Euer Einsparziel sollte natürlich realistisch sein, kann aber ruhig eine Herausforderung darstellen. Zur Orientierung: Ehrgeizige Schulen haben schon in relativ kurzer Zeit 20 Prozent und mehr Einsparungen erreicht.
Gratulation! Ihr habt Euch auf ein gemeinsames Emissionssparziel geeinigt. Damit seid Ihr der internationalen Staatengemeinschaft einen Schritt voraus. Besonders freuen wir uns, wenn Ihr Euer Vorhaben auch in die Welt hinaustragt.
Dazu stimmt Ihr einfach dem gemeinsamen Aktionsaufruf von co2online, der BUNDjugend, der NAJU und dem UfU im Energiesparkonto zu und stellt Euer Sparziel als freiwillige Selbstverpflichtung zur CO2-Reduktion auf einem Plakat dar.
Das Plakat schickt ihr bitte an:
co2online gemeinnützige GmbH
Aktion „COP16 – Wir zeigen, was geht!“
Hochkirchstraße 9
10829 Berlin
Wir übergeben Eure Statements an die deutschen Verantwortlichen für die Klima-Verhandlungen. Zudem honorieren wir weiterhin die besten Einsendungen.
Unser Tipp: Eure Erfolge und Ziele in Sachen Klimaschutz können noch viel mehr Wirkung entfalten, wenn ihr Eure Arbeit öffentlich macht – in Eurem direkten Umfeld, an der Schule und darüber hinaus. Nutzt Plakate, Flyer oder die Schülerzeitung, um für Eure Ziele in der Schule und über die Grenzen des Schulhofs hinaus zu werben.
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Wir beantworten die häufigsten Fragen zu den intelligenten Zählern mit Fakten, Tipps und Tricks.
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