Schulen verbrauchen bis zu 70 Prozent mehr Energie als andere vergleichbare öffentliche Gebäude. Dieser Energieverbrauch kann in der Regel deutlich reduziert werden, wodurch die Schulen nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern sich häufig auch selbst finanzielle Vorteile verschaffen können. Und außerdem, ganz wichtig, können die Schulen so ihren Schülern einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Energie vermitteln.
Nicht jede Schule, die Energie sparen möchte, muss das Rad neu erfinden: Es gibt viele gute Beispiele für Energiesparprojekte, die anderen Schulen den Weg weisen können. Der Energiesparclub hat einige der besten Leuchtturmprojekte zusammengetragen und stellt sie auf dieser Seite vor.
Wirklich wichtig, weil...
Lichtschalter, Powerknöpfe, Steckdosen: Strom ist die Energieform, mit der wir am häufigsten und am aktivsten umgehen. Daher ist der Stromverbrauch auch besonders gut geeignet, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie zu vermitteln. Es ist viel gewonnen, wenn Schüler den Zusammenhang zwischen dem Druck auf den Lichtschalter und Energiekosten sowie den Auswirkungen aufs Klima erkennen. Und das in der Schule Gelernte kann auch leicht Zuhause genutzt werden.
Gutes Beispiel:
Bereits seit 2001 überprüft im Gymnasium Neutraubling in Bayern je ein Schüler pro Klasse als Energiemanager den Stromverbrauch. Die Energiemanager werden dafür gezielt ausgebildet und in mehrtägigen Energieexkursionen weiter ins Thema eingearbeitet. Außerdem veranstaltet die Schule jedes Jahr einen Stromspartag, bei dem die Einsparerfolge überprüft werden und neue Stromsparmöglichkeiten gesucht und diskutiert werden.
Schritt für Schritt:
Schulen haben häufig eine sehr hohe Grundlast, die es zu überprüfen gilt. Also: Muss die Beleuchtung wirklich immer und überall eingeschaltet sein? Können Geräte wie Drucker und Faxgeräte nachts abgestellt werden? Laufen Fernsehgeräte, Monitore und Musikanlagen im Standby-Betrieb und verbrauchen so unnötig Energie? Im Physikunterricht kann mit Messsteckdosen überprüft werden, welches Gerät wie viel verbraucht – und ob es nach der Betätigung des Ausschaltknopfes wirklich aus ist.
Tipp:
Der Stromverbrauch einer Schule kann auch mit dem Energiesparkonto für Schulen genau analysiert und beobachtet werden.
An Ihrer Schule gibt es auch ein spannendes und erfolgreiches Energiesparprojekt? Dann schreiben Sie uns. So können andere Schulen von Ihrer guten Idee profitieren – Sie werden also selbst zum guten Beispiel!
Wir möchten gerne auf dieser Seite künftig weitere gelungene Praxisbeispiele vorstellen. Dafür werten wir gerade die Daten von gut 150 Schulen aus, die sich erfolgreich fürs Energiesparen engagieren. Es tut sich bereits einiges an Deutschlands Schulen. Und möglichst viele weitere Schulen sollen diesen guten Beispielen folgen – damit Energiesparen Schule macht!
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