Die Materialien richten sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10, enthalten aber auch Hinweise für das Einrichten von Energiesparkonten an Grundschulen. Sie sind handlungsorientiert nach den Prinzipien des entdeckenden Lernens aufgebaut und können sowohl in den Naturwissenschaften als auch fächerübergreifend eingesetzt werden. In der Konzeption wurde berücksichtigt, dass auch Lehrerinnen und Lehrer, die nicht im naturwissenschaftlichen Bereich tätig sind, die Unterrichtsinhalte erfolgreich einsetzen können.
Vier Themenbereiche für praxisnahe Umweltbildung
Das Schulpaket für Schulen gliedert sich in vier Themenbereiche, in denen wiederum verschiedene Unterrichtsmodule angeboten werden. Jedem Themenbereich ist eine kurze Einführung vorangestellt, ebenso wie eine Auflistung der notwendigen Unterrichtsvorbereitung. Zu jedem Thema wurden klare fachliche Lernziele formuliert.
Die Module selbst können entweder einzeln oder auch miteinander verknüpft im Unterricht bearbeitet werden. Das bietet den Vorteil, die Auswahl der Lerninhalte nach dem Wissensstand der Schülerinnen und Schüler zu treffen und entsprechend Rücksicht zu nehmen auf die zeitlichen, sowie fachlichen Vorstellungen und Vorgaben für den Unterricht in der jeweiligen Klassenstufe.
Der tabellarische Aufbau der Module orientiert sich an einer klassischen Verlaufsplanung und enthält Angaben über Schüleraktivitäten und Methoden, Zeitumfang, Fächerbezug sowie Material und Medien. Entsprechende Kopiervorlagen für Arbeitsblätter, Vorschläge für Folien und Tafelbilder sowie andere Arbeitsmaterialien finden sich zur Verwendung durch den Lehrer am Ende jedes Themas.
Darüber hinaus wurden eine Referatsliste und ein CO2-Quiz konzipiert, die zusätzlich, beispielsweise zur Ergebnissicherung, im Unterricht eingesetzt werden können.
Inhaltsübersicht
Thema 1: CO2 und Klimawandel
Thema 2: Energiesparkonto für Schulen
Thema 3: Energiesparen an der Schule
Thema 4: CO2-Bilanz im Alltag
Welche Kompetenzen werden Schülern vermittelt?
Systemwissen, Zielwissen und Handlungskompetenz sind die drei Bildungsaspekte, die es im Sinne einer "Bildung für nachhaltige Entwicklung" laut UNESCO zu vermitteln gilt. Ein Rahmenvorgabe, die den nun vorliegenden Unterrichtsmaterialien ihren Stempel aufgedrückt hat. Mit der Unterrichtseinheit wird nicht nur zukunftsfähiges Wissen vermittelt, sondern vor allem die individuelle Handlungs- und Entscheidungskompetenz der Schüler gesteigert.
Der aktuelle gesellschaftliche Diskurs über Fragen der zukünftigen Energieversorgung, über Klimagerechtigkeit und vom Menschen verursachte klimaschädliche Emissionen wird nicht nur auf unterschiedlichsten Ebenen und an zahlreichen Orten geführt; er ist auch sehr kontrovers gestaltet. Das Bildungswesen selbst hat viele der zentralen Fragen bisher nur im geringen Umfang verankert. Die Unterrichtsmaterialien "CO2-frei" schaffen ein fundiertes Grundwissen der Schüler, um den stattfindenden Diskurs zu verstehen und um ihn zukünftig aktiv mitgestalten zu können.
Zurückgegriffen wurde auf zahlreiche Themen, die sich konfliktfrei in den derzeitigen Fächerkanon integrieren lassen und die den allgemein akzeptierten Forderungen nach fächerübergreifendem und projektorientiertem Unterricht entsprechen. Der Energieunterricht eignet sich besonders gut, den outputorientierten und in der Sprache des Kompetenzerwerbs formulierten Anforderungen in den Rahmenlehrplänen gerecht zu werden.
Warum das Thema Energie und Klimaschutz?
Der Aufbau einer auf erneuerbaren Energien gegründeten Energieversorgung, die Steigerung der Energieeffizienz sowie die Verbreitung energiesparender Technologien und Verhaltensweisen wird die Lebenswirklichkeit, und das künftige Arbeitsleben der heute heranwachsenden Generation deutlich beeinflussen. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, müssen technische Kenntnisse und naturwissenschaftliche Grundlagen zum nachhaltigen Umgang mit Energie frühzeitig vermittelt und ausgebaut werden. Zudem bedarf es der Fähigkeit eines individuellen gesellschaftswissenschaftlichen Bewertungs- und Handlungsvermögens. Die Notwendigkeit der Energieeffizienz und des Energiesparens wird genauso zu anderen Formen der Mobilität, des Wohnens und des Konsums führen, wie auch die Nutzung der erneuerbaren Energien zu anderen Formen der Energieversorgung.
Begeisterung entsteht dort, wo Veränderung möglich ist. Durch das Einrichten eines Energiesparkontos und die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen im Schulgebäude und zu Hause können die Schülerinnen und Schüler aktiv in ihrem Lebensumfeld tätig werden. Fundiertes Handeln ist jedoch nur auf der Grundlage von Hintergrundwissen möglich. Dieses Wissen erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler weitgehend selbständig, beispielsweise durch Experimente und Recherchen. Sie werden zum produktiven Gestalten, projektorientierten Lernen, kontroversen Diskutieren, selbständigen Recherchieren und Präsentieren angeregt. Dadurch sollen sie eine Haltung entwickeln, die sie über den schulischen Rahmen hinaus in ihren Lebensalltag hineintragen. Methodenvielfalt, Medieneinsatz, eine ganzheitliche Betrachtungsweise und ein hoher Anschaulichkeitsgrad sind wichtige Eckpunkte für die Motivation.
64.817 Nutzer sind bereits auf Sparkurs
Der Energiesparclub setzt mit der Aktion „Wir zeigen, was geht” ein Zeichen: Gemeinsam mit Partnern rufen wir Schüler auf, CO2 an ihrer Schule zu sparen und so ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu senden.
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